Sonntag, 7. Mai 2017

[Rezension] Französich backen - Meine Lieblingsrezepte von Aurélie Bastian

Französich backen


Französisch backen von Aurélie Bastian


Buch von Aurélie Bastian
Erschienen: 20.3.2017
Genre: Kochbuch
Seiten: 176
Verlag: Südwest
Hier könnt ihr es kaufen





Klappentext:



Für typisch französisches Gebäck muss man acht Stunden in der Küche stehen? Nicht mit dem neuen Backbuch von Aurélie Bastian! Sie erklärt, wie man mit wenig Aufwand und nur wenigen Zutaten authentische und köstliche Klassiker zaubert. Brioche, Croissant und Baguette werden ebenso leicht verständlich erklärt wie Kuchen, Torten und Kleingebäck, zum Beispiel Madeleines und Frangipane (Marzipancreme). Außerdem gibt es ein Kapitel mit Tipps, Tricks und typischen Backproblemen wie "Warum fallen meine Windbeutel immer zusammen?" oder "Wie gelingt mir ein hauchdünner Crêpe?". Fanzösisch backen war noch nie so einfach!





Meine Meinung:



Französisch backen war für mich ein Buch mit sieben Siegeln und wird es wahrscheinlich auch bleiben. Nichtsdestotrotz habe ich Spaß daran!

Die Gestaltung des Buches ist sehr schön, mit Liebe zum Detail entworfen, alleine die Fotos sind ein Genuss fürs Auge. Das Vorwort von Aurélie macht einem richig Lust darauf ihre Rezepte sofort auszuprobieren, weil man spürt mit welcher Leidenschaft und Liebe zum backen sie dabei ist. Danach folgen einige Seiten mit Tipps und Tricks. Diese sind sehr wichtig für ein gutes Gelingen und man sollte sie sich immer wieder mal durchlesen.

Nach einigen anfänglichen, mal mehr, mal weniger frustrierenden Versuchen, habe ich mir ihre einleitenden Worte zur Motivation wieder ins Gedächtnis gerufen, um dann weitere Experimente zu starten. 

Zur Zeit stehe ich mit Brandteig, Blätterteig und Macarons noch auf Kriegsfuß und leider bin ich nur mit den Anleitungen aus dem Buch auch nicht erfolgreich gewesen. Mit Hilfe von Mama hat es dann doch funktioniert ☺ Vieles ist nun Mal Erfahrungssache und lässt sich nicht so einfach in Worte fassen. Viel Geduld und Übung gehören dazu!

Meine Versuche waren durchaus genießbar und hatten gut geschmeckt, aber ansehnlich konnte man es nicht nennen. Wir haben es mit Humor genommen, es schmeckt, das ist die Hauptsache. Die einfacheren Rezepte wie Baguette oder Tuiles aux amandes, Mandelplätzchen, gelingen mit Sicherheit jedem und schmecken hervorragend. Natürlich habe ich sofort versucht Macarons zu machen, die bunten Kekse sehen einfach zu verlockend aus. Obwohl ich nicht genau der Anleitung folgen konnte, das Eiweiß sollte 5 Tage alt sein, meines war 1 Tag alt und außerdem aus dem Kühlschrank, sind mir trotzdem ein paar gelungen. Hier gilt auch wieder und wahrscheinlich noch mehr, Übung macht den Meister.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich und zwar fehlen mir Zeitangaben. Arbeitszeit, Ruhezeit, Zeit benötigt insgesamt, damit ich den Aufwand einschätzen kann.

Ich bin so verliebt in Aurélies Backkünste, dass ich auch gleich noch ihr Buch Macarons für Anfänger gekauft habe. Die bunten Gebäckteilchen haben es mir besonders angetan, auch wenn ich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren brauchbare Macarons für Fotos herstellen werde. 

Ich kann euch dieses Buch wirklich empfehlen. Wer Spaß am Backen hat und nicht gleich nach dem ersten Versuch den Kochlöffel schmeißt, der wird damit viel Freude haben.

Aurélie Bastian hat einen ganz wundervollen Blog, dort findet ihr jede Menge Rezepte und schöne Bilder.
https://www.franzoesischkochen.de/

Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

[ Rezension ] Funkenmagie: Farbenspiel der Nacht von Liane Mars

Funkenmagie 

Eine Geschichte über Macht und Liebe


Funkenmagie von Liane Mars



Buch von Liane Mars
Erschienen: März 2017
Genre: Fantasy
Seiten: 420
Hier könnt ihr es kaufen



Klappentext:



"Als sich Inea in den geheimnisvollen Eamon verliebt, ahnt sie nicht, dass er der Retter ihres Volkes ist: Ein Krieger, der in Zeiten höchster Not erschaffen wird. Danach muss er jedoch vernichtet werden, weil seine Macht ihn zum Bösen verändert. Doch was passiert, wenn dieser Krieger zu lieben beginnt? Als genau dies geschieht, droht Eamon seine Magie zu verlieren. Nur wenn er Inea und damit die Frau, die er in sein Herz geschlossen hat, tötet, kann er seine Bestimmung erfüllen. Inea will ihn trotz der Gefahr nicht aufgeben und stellt sich einem kaum greifbaren Gegner: der Funkenmagie."



Meine Meinung:



Der Funke ist übergesprungen, abgesprungen und wieder aufgesprungen. Eine magische Liebesgeschichte, eingebettet in eine phantastische Welt in der Krieg herrscht und alles daran gesetzt wird, um an die Macht zu kommen.

"Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt." Napoleon Bonaparte

An dieses Zitat musste ich beim Lesen oft denken. Krieg und Liebe unterliegen nicht der Vernunft, sind frei von Moral und zu was sich die Menschen unter gegebenen Umständen hinreißen lassen ist erschreckend. Nicht nur die Menschen, auch magische Wesen greifen zu brutalen Mitteln in diesem Buch und so manche Szene ist nichts für zarte Gemüter. 

Erzählt wird aus der Sicht von Inea in einem soliden Stil, mit einer guten Portion Humor. Die Autorin hat Gespräche frei und locker geschrieben, teilweise in Dialekt, was ich sehr witzig fand. Eine Stulle ist z. B. ein belegtes Brot, das ließ sich aus dem Kontext erschließen. Bei bekrabbeln musste ich allerdings nachschauen, das bedeutet hier aufrappeln und nicht anfassen ☺ 

Der Großteil der Story spielt sich in nur wenigen Räumen ab. Einen Blick über die Schlossmauern hinaus erhascht man nur selten. Der eingeschränkte Aktionsraum der Charaktere, in Kombination mit der häufigen wörtlichen Rede, lies bei mir den Eindruck eines Theaterstücks entstehen. Was nicht negativ zu werten ist, schließlich hatte ich einen Platz in der ersten Reihe. 

Die Protagonistin Inea war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ein hitzköpfiges, lustiges Mädchen, dass sich Hals über Kopf verliebt und zwar in Eamon. Leider bin ich mit seinem Part nicht warm geworden. Hier ist der Funke abgesprungen und Eamon konnte mich auch nicht mehr überzeugen. Zum Glück musste er das auch nicht, sondern Inea.

Die Welt mit den verschiedenen magischen Völkern fand ich sehr interessant. Es gibt 5 Gruppen, Fy, Arven, Puk, Sidhe und Jeal, außerdem wird auch mal kurz erwähnt, dass es normale Menschen ohne Magie gibt. Die Bevölkerung steckt in einem veralteten System fest, auf das in der ersten Hälfte nur unzulänglich eingegangen wird. Die Politik kommt etwas zu kurz und am Ende wird man mit Irrungen und Wirrungen überhäuft. Inea gehört zu den Arven und besitzt somit Drachenmagie, sie kann mit ihnen kommunizieren und hat selbst zwei Drachen. Hierzu hätte ich mir gerne mehr Informationen gewünscht. Welchen Sinn macht diese  Verbindung? Außer das die Drachen nützliche Putzhilfen sind und es wird viel geputzt in dem Buch. Es werden auch am Rande Kriegsdrachen erwähnt, auf denen man reiten kann. Aber, ob mit oder ohne Arven, oder nur von Fy, den Kriegsmagieren, hat sich mir nicht erschlossen. So eine komplizierte Welt wirft natürlich viele Fragen auf.

Die Spannung wurde gut aufgebaut und aufrecht erhalten, ich habe die ganze Zeit über mit Inea und ihren Freunden mitgefiebert. Es gab einige Wendungen, die das Geschehen am Laufen hielten und keine Langeweile entstehen ließen. Der Funke ist wieder aufgesprungen, als sich Inea endlich Fragen gestellt hat und der Sache auf den Grund gegangen ist. Die Intrigen werden nach und nach aufgedeckt und die Lage spitzt sich zum Ende hin zu. Es gibt ein großartiges, actionreiches Finale.

Ab und zu hätte ich mir für Inea gerne ein Fünkchen mehr Verstand gewünscht, aber sie hat es mit ihrer liebenswürdigen Art sofort wieder gut gemacht. Das Buch konnte mich durch die besondere Handschrift von Liane Mars überzeugen und ich kann es euch nur empfehlen.